Nach Testfahrten in diesem Jahr, ging es nun endlich wieder zum ersten offiziellen Einsatz auf der Nordschleife im Rahmen des 24h Rennens in der RCN.
Gefahren wurde die RCN auf der 24h Variante der Strecke. 14 Runden, eine Setzrunde, zwei Bestätigungsrunden, Boxenstopp von min. 10 Minuten.
Da ich bisher nur diesen einen Lauf in der RCN für dieses Jahr geplant habe, fuhr ich als Gaststarter beim Team overtake racing. Das Team kenne ich schon lange, wenngleich ich dort bisher nur Tests gefahren habe; immer auf Porsche Cayman. Daher hat sich die Kombination für diesen Start angeboten. Mit dem zweiten Fahrer konnte ich mich vorab schon mal abstimmen und auch wir haben uns gut verstanden. So haben wir vorab beschlossen, dass ich bei dem Lauf den Start fahren werde. Die Wettervorhersage ließ nichts Gutes vermuten, aber kneifen gilt nicht.
Am frühen Morgen dann erstmal Ernüchterung auf dem Parkplatz zur Nordschleife, statt Warm-up. Der Funk machte Probleme. Er wurde zwar zum Laufen gebracht, aber das funktionierte nur Kurzfristig und als ich angeschnallt war und losfahren musste zum Vorstart, viel der Funk wieder aus. Immerhin hatte es nicht mehr stark geregnet. Die Strecke war nass durch Regen in der Nacht, aber es kam erstmal nicht viel von oben neu dazu. Klar war aber, dass wir mit Regenreifen starten.
Und das war die richtige Wahl, auch wenn fast niemand diese Hankook Regenreifen fahren will. Die niedrigen Temperaturen und die nasse Fahrbahn ließen keine andere Wahl.
Die erste Runde musste ich entsprechend vorsichtig angehen, um die Streckenverhältnisse zu prüfen. Es war aber auch die Setzrunde. Da es weiterhin Probleme mit dem Funk gab und ich keine Stoppuhr oder Laptimer im Auto hatte, wusste ich nicht genau, welche Rundenzeit ich gesetzt hatte. Die darauffolgende Sprintrunde war immer noch mäßig durch die nasse Fahrbahn. Danach ging es auch schon in die erste Bestätigungsrunde.
Was soll ich sagen. Nur 2-3 Stellen auf der Strecke, wo man verzerrt etwas Funk hatte. Somit bin ich die Bestätigungsrunde nach Gefühl gefahren. Glück im Unglück oder vielleicht doch die Erfahrung der letzten drei Jahre bei der GLP und RCN, ich konnte die Setzzeit auf 6 Sekunden genau treffen, also innerhalb der 10 Sekunden Karenzzeit und somit keine Strafpunkte.
Die Strecke trocknete immer weiter ab und so musste ich nach 4-5 Runden schauen, die nassen Stellen der Strecke anzufahren, um die Reifen etwas Kühlen zu können. Ich hätte mit dem Team gerne abgesprochen, dass man früher zu einem kurzen Boxenstopp kommt und auf Slicks wechselt und später zurück auf Regenreifen, wenn nochmal Regen einsetzt (was auch so kam), aber durch den fehlenden Funk war dies nicht möglich. So hatte ich nach den ersten Runden rutschen durch Nässe nun rutschen durch schmierige Regenreifen bei zu trockenem Asphalt…
Glücklicherweise hatte ich in meinem Stint zum ersten Mal überhaupt das ich auf der Nordschleife fahre, keine Code 60. Alle Teilnehmer haben sich demnach umsichtig und den Verhältnissen entsprechend angepasst. So soll das sein. Leider blieb ich einige Male im Verkehr hängen, aber ich wollte auch nichts riskieren und habe daher wieder Vernunft walten lassen, statt Rundenzeiten.
Somit konnte ich meinen Stint ohne Zwischenfall beenden und das Auto heil übergeben. Sebastian konnte ebenfalls seinen Stint gut durchfahren und das trotz nochmal einsetzendem Regen. Zudem wurde noch ein Sicherheitsstopp zum Nachtanken eingelegt.
Daraus ergab sich Platz 2 in der Klasse und Platz 56 insgesamt.
Für mich war der Lauf als reiner Test gedacht, von daher bin ich zufrieden. Erstes Ziel war wie immer, das Auto ohne Schäden zu übergeben und das ist gelungen. Fahren unter wechselnden Bedingungen bringt wieder gute neue Erfahrungen.
Danke an alle Beteiligten für dieses Event!
