NLS 7 – 6h Saison Highlight

Das längste Rennen im NLS Kalender stand an, bei bestem Sonnenschein.

Für dieses Highlight auf der Nürburgring Nordschleife habe ich mir wieder das altbekannte Team von Olli’s Garage Racing ausgesucht. Nachdem der Dacia neu aufgebaut wurde, wollte ich die Unterschiede zu letztem Jahr kennenlernen.

Am Freitagabend angekommen, habe ich erstmal die Pflichten erledigt. Da dies mein erster Einsatz in der NLS in diesem Jahr war, musste ich neben der Dokumentenabnahme auch noch die Kleidung prüfen lassen, bis es dann im Anschluss direkt in die Fahrerbesprechung ging. Danach gab es das Wiedersehen mit dem Team, Abendessen und auch schon zurück ins Hotel.

Der Samstagmorgen startete dann recht ruhig und abgeklärt ins Qualifying. Alle drei Fahrer konnten ihre Runden absolvieren und auch noch das ein oder andere testen. Für mich war es doch eine größere Umstellung zu meinen Erinnerungen vom letzten Jahr bezogen auf das Fahrverhalten vom Auto und daneben meine wenigen Fahrten in diesem Jahr und somit wenig Erfahrung auf der Strecke.

Daher war mein Vorgehen wieder so, roll-out auf der GP-Strecke, einmal zurück auf Start/Ziel und am Ende der GP-Strecke raus auf die Nordschleife. Erste Runde Nordschleife als Gewöhnung, zweite Runde dann auf Zeit gehen. Bis auf einen Verbremser auf der GP-Strecke (Runde 2) und einen Ausrutscher im Karussell (Runde 1) lief aber alles gut und ich wusste, was ich im Rennen noch etwas verändern muss.

Den Start fuhr Robert, der das Auto bereits mehrfach in diesem Jahr in dem Auto gesessen hat, und er hat es hervorragend gemacht und konnte direkt schnelle Runden fahren. Beim ersten Boxenstopp stieg ich dann ein. Zu der Zeit waren bereits die ersten Code 60 draußen, sowie einige Flaggen. Zuzüglich der Überholungen kam ich nicht wirklich gut in einen Rhythmus rein.

Daher war an der Stelle die Rückbesinnung auf Priorität Nr. 1, egal wie schnell/langsam, das Auto wieder heil und straffrei übergeben; was mir glücklicherweise gelungen ist. Ich übergab an Olli, der nach drei Runden schon wieder in die Box kam, um einen Reifenwechsel vorzunehmen, da der Satz seinen Lebenszyklus vollendet hatte. Mit den neuen Reifen ging es entsprechend schneller voran und Olli konnte die Bestzeit im Rennen fahren, übergab danach wieder an Robert, der den Wagen nach seinem zweiten Stint wieder an mich übergab.

Mit dem Satz Reifen hatte ich mich auf Anhieb deutlich besser im Wagen gefühlt, jedoch trat immer mal wieder Fading auf der Bremse auf. In der dritten Runde nahm ich das Gas komplett raus vorzeitig in die Box kommen, um das Problem beheben zu lassen. Leider kam ich so weit nicht mehr. Im Bereich Schwalbenschwanz gab es keinen Vortrieb mehr, rollte nach dem kleinen Karussell aus. Die DMSB Staffel musste anrücken und zog mich bis zur Touri Einfahrt, wo dann der Dacia auf einen LKW gehoben und zurück ins Fahrerlager gebracht wurde.

Zu der Zeit war es keine Stunde mehr vor Ende des Rennens und somit war das Rennen für uns vorzeitig beendet. Bitter für das Team und vor allem Olli auch im Blick auf die Meisterschaft. Wir lagen zu der Zeit auf Platz 3 in der Klasse und das wären schöne Punkte gewesen.

Für mich persönlich war es nach dem letzten Jahr mit vielen Ausfällen in der NLS erneut eine Enttäuschung. Zieht man daneben die weitere Entwicklung in Deutschland und auch am Nürburgring mit in Betracht, werde ich mir weitere Gedanken machen, wie es dieses Jahr noch weitergeht für mich.

Ich danke hier nochmals dem gesamten Team Olli’s Garage für ihre Unterstützung. Daneben den Sportwarten der Streckensicherung, die diese Events überhaupt erst möglich machen. Die Fans waren ebenfalls wieder überragend. Danke an alle Beteiligten.