Nachdem wir bei GLP 1 starten wollten und diese wegen Wetter kurzfristig abgesagt hatten, sind wir mit entsprechender Vorfreude zur GLP 3 erschienen. Das Wetter, naja, hat nicht zum Abbruch geführt, aber viel besser war es auch nicht 😀
Ich wurde häufig gefragt, warum ich überhaupt wieder die GLP gefahren bin. Die Antwort darauf ist simpel. Es ist ein hervorragendes Format für Anfänger auf der Nordschleife. Die GLP wird immer zu zweit gefahren, was in dem Fall bedeutete, dass ich nicht der Anfänger war. Nachdem ich vor 3 Jahren mit Kalin schon zusammen die GLP gefahren bin und er jetzt wieder Rennluft schnuppern wollte, haben wir uns dazu entschlossen, wieder bei einem solchen Event zu starten, damit er sich die Strecke wieder anschauen kann und von mir ein paar Tipps und Tricks dazu erklärt bekommt.
Bei der GLP gibt es im Vergleich zu Touristenfahrten weniger Verkehr, mehr Sicherheit durch die Sportwarte, zudem sind die Regeln gemäß offiziellen Rennveranstaltungen (bspw. Rechts überholen ist erlaubt). Hervorragend, um nach einer langen Pause wieder einzusteigen und auch das ein oder andere ausprobieren zu können, in einem sichereren Umfeld als die TF.
So haben wir uns bei rent4ring ein Auto gemietet, freitags angereist, Wagen geholt, Dokumentenabnahme und technische Abnahme gemacht und waren damit startklar. Ähnlich motoviert wie damals, jedoch deutlich schlechter vorbereitet und ungeübt 😀 Es macht einen Riesenunterschied, ob man einen Gaststart fährt mit einem Mietwagen oder ob man mit dem eigenen vertrauten und vorbereiteten Auto an den Start geht.
Egal, das Ziel, einen Pokalrang zu holen, war ganz hintenangestellt. Der Fokus lag auf Erfahrung auf der Strecke sammeln und natürlich wie immer, heil wieder nachhause zu kommen. Am Freitagabend ging es dann gut los. Regen, Gewitter, Weltuntergang. Samstagmorgen Dauerregen… Es war nicht zu ändern, von daher Augen zu und durch. Ab zur Fahrerbesprechung und dann ins Auto für die Startaufstellung.
Entsprechend der Erfahrung nach bin ich den Start gefahren, damit Kalin sich die Strecke anschauen konnte. Der Vorteil bei der Menge an Regen war, dass alles etwas langsamer stattfand, wodurch ich mehr erzählen konnte, was sich am Ring in den letzten Jahren geändert hat, wie sich die Strecke in den verschiedenen Abschnitten nun verhält, usw.
Für mich war es die Gelegenheit, mal einen Mini mit Nordschleife Abstimmung auf Semi Slicks zu fahren, also wieder Erfahrung sammeln. Beim Boxenstopp haben wir entsprechend einen Fahrerwechsel vollzogen und ab da konnte Kalin endlich wieder die Nordschleife fahren. Die Bedingungen mit dem Regen haben es natürlich nicht einfach gemacht und wir waren mehr auf einer Regenlinie gefahren als auf der Ideallinie. Aber auch das will geübt werden, wir machen schließlich Outdoor-Sport.
Trotz der Verhältnisse auf der Strecke hatten wir keine kritischen Momente und auch den Ablauf der Veranstaltung kriegen wir noch ganz gut hin. P27 von 55 in der Klasse und P45 von 108 Gesamt waren wie erwähnt Nebensache. Wir waren rundum zufrieden, bis auf das Wetter…
